eBay verkauft zwei Drittel von Skype

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Eine Gruppe von Investoren übernimmt für 1,9 Milliarden Dollar 65 Prozent des VoIP-Dienstes Skype. Mit an Bord ist Netscape-Vater Marc Andreessen.

Eigentlich wollte eBay Skype an die Börse bringen, doch nun wurde offiziell bestätigt, was bereits seit einigen Tagen die Runde machte: eine Gruppe von Finanzinvestoren schnappt sich einen großen Teil von Skype, darunter auch die Investmentfirma von Netscaper-Vater Marc Andreessen.

1,9 Milliarden Dollar und eine Anleihe im Wert von 125 Millionen Dollar legen Silver Lake, Index Ventures, Andreessen Horowitz und das Canada Pension Plan Investment Board auf den Tisch und erhalten dafür 65 Prozent von Skype. Damit dürfte auch eBay-Chef John Donahoe zufrieden sein, der im Vorfeld des Börsengangs verkündet hatte, der VoIP-Dienst sei mehr als 2 Milliarden Dollar wert.

Zwar hatte sich eBay seinerzeit Skype sogar 2,6 Milliarden Dollar kosten lassen, doch trotz kräftiger Zuwächse bei den Nutzerzahlen, blieb der VoIP-Dienst hinter den finanziellen Erwartungen zurück und brachte nicht die erhofften Synergieeffekte. eBay musste daraufhin massive Abschreibungen vornehmen.

MIt dem Deal erreiche man nun das Ziel, kurz- und langfrisitge Werte für eBay und seine Aktionäre zu Schaffen, ohne Verzögerungen und das Marktrisiko eines Börsengangs, erklärte Donahoe. Man glaube, dass Skype als eigenständige Firma bessere Chancen habe. (Daniel Dubsky)