Streit um Marke Smartbook

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Einige Hersteller versuchen den Begriff »Smartbook« für Netbooks mit ARM-Prozessor zu etablieren, doch in Deutschland ist dies eine eingetragene Marke.

Wie die deutsche Smartbook AG mitteilt, hat man eine Einstweilige Verfügung gegen den Chiphersteller Qualcomm erwirkt, mit der diesem untersagt wird, den Begriff »Smartbook« in Deutschland im Zusammenhang mit tragbaren Computern zu nutzen. Qualcomm hat bereits reagiert und für einige seiner Seiten wie www.hellosmartbook.com IP-Filter eingerichtet, so dass deutsche Nutzer sie nicht ansurfen können.

Smartbook wird von Qualcomm und anderen Herstellern als Bezeichnung für eine neue Geräteklasse genutzt, die Netbooks sehr ähnlich ist. Anders als Netbooks setzen Smartbooks allerdings auf ARM-Architektur und sind daher mit linux-basierten Betriebssystemen bestückt. Zudem sollen sie im Akku-Betrieb länger durchhalten und stehts online sein (»always-on«).

Die Smartbook AG wiederum verkauft hierzulande Notebooks unter dem Namen Smartbook und hat den Begriff als Marke eintragen lassen. Diese sieht man nun verwässert – es stehe zu befürchten, dass »der Konsument irgendwann bei dem Namen Smartbook nicht an mobile Lifestyle-Produkte unserer Marke Smartbook, sondern an irgendein tragbares Gerät mit Technik von Qualcomm denkt«, so Smartbook-Vorstand Dirk Pick.

Allerdings geht man nicht nur gegen Qualcom vor, sondern auch Blogger und Webseitenbetreiber, die über Notebooks, Netbooks und eben auch Smartbooks berichteten. So erhielt beispielsweise Netbooknews.de ein Schreiben der Smartbook-Anwälte mit der Aufforderung den Begriff binnen zwei Wochen aus allen News zu entfernen. (Daniel Dubsky)