Nokia N900: Touchscreen-Smartphone mit Tastatur und Linux

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Das N900 ist der Nachfolger von Nokias Internet Tablets und wie diese nicht mit Symbian bestückt, sondern Maemo.

Das N900 besitzt einen Touchscreen mit 3,5 Zoll und einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln, hinter dem sich jedoch eine QWERTZ-Tastatur verbirgt, die herausgeschoben werden kann und speziell das Tippen von Texten, etwa in Mails oder Chats, vereinfachen soll. Mit einem ARM Coretex A8 als Prozessor und 1 GByte RAM soll das Smartphone ähnliche Möglichkeiten wie ein PC bieten, wozu das multitasking-fähige Maemo seinen Teil beiträgt. Dennoch will Nokia das N900 nicht als Abkehr von Symbian verstanden wissen – mit Maemo habe man jedoch etwas, das die Kraft von Computer, Internet und Handy verschmelze, erklärte Nokias Executive Vice President Anssi Vanjoki bei der Vorstellung des neuen Gerätes. So gibt es etwa Mozilla-Browser sowie Flash- und AJAX-Support, womit nicht viele Handys dienen können.

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Das Quadband-Handy gelangt via UMTS mit HSPA ins Internet und unterstützt auch WLAN nach 802.11b/g. Es hat eine Kamera an Bord, die Bilder mit 5 Megapixeln aufnimmt und Videos mit 800 x 480 Pixeln. Diese können über den TV-Ausgang direkt an den Fernseher übertragen werden. Auf der Gerätefront befindet sich eine zweite Kamera, die VGA-Auflösung bietet und für Videochats gedacht ist.

Das N900 bringt GPS mit und Nokias Ovi Karten 3.0 mit Kartenmaterial von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Media Player spielt die Audioformate MP3, WMA, AAC, M4A und WAV ab, dazu die Videoformate MP4, AVI, WMV, 3GP beziehungsweise versteht sich auf die Codecs H.264, MPEG-4, Xvid, WMV und H.263. Über einen UKW-Minisender lässt sich die Musik leicht ans Auto- oder Küchenradio übertragen.

Nokia hat dem N900 32 GByte internen Speicher spendiert, wer will kann diesen aber mit microSD-Karten noch erweitern. Das Handy soll im Oktober auf den Markt kommen und knapp 600 Euro kosten. (Daniel Dubsky)