Microsofts Bing bald erweitert um Wolfram Alpha

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Microsoft hat sich nicht nur eigene Suchroutinen erarbeitet und einen Deal mit Yahoo abgeschlossen: Die medial umjubelte, dann aber nicht richtig durchgestartete Wissenschafts-Such-Engine »Wolfram Alpha« liefert Microsoft künftig Ergebnisse.

Wolfram Research und Microsoft schließen ein Abkommen. Die wissenschaftliche Suche des Teams um Mathematica-Gründer Stephen Wolfram soll fortan in Microsofts Suchergebnisse einfließen.

Die »Computational Knowlege Engine« von Wolfram sucht mit künstlicher Intelligenz wissenschaftliche Themen, kann komplexe Formeln berechnen und zeigt Ergebnisse als Diagramme.

Der Unterschied zu den populären Suchmaschinen ist, wie TechCrunch-Autor Paul Carr schrieb, dass die Suche Wolfram Alpha »wie der langweilige alte Onkel ist, der zu Besuch kommt: er weiß eine ganze Menge, findet aber nicht den richtigen Ton und versteht oft nicht, was er gefragt wird«.

Mit dem noch immer jungen Starverkäufer Microsoft gepaart, soll die erfolgreich in den USA gestartete Search Engine Bing noch näher an den weit vorauslaufenden Konkurrenten Google aufschließen.
 
Das Lizenzabkommen Microsofts mit Wolfram Research soll einige der wissenschaftlich berechneten Inhalte von Wolfram Alpha im Bing-Ergebnis anzeigen – wie die unterschiedlichen Welten miteinander integriert werden, ist noch nicht bekannt.

Bing hatte auch wider Erwarten nach dem erfolgreichen Start Marktanteile gewonnen , der Deal mit Yahoo legt Bing sogar künftig als Suchtechnik bei Yahoo fest. Und obwohl Yahoo aus dem Geschäft aussteigen darf, wenn die Zusammenarbeit nicht so erfolgreich wird wie geplant, dürfte Microsofts Deal mit Wolfram die Marktanteile möglicherweise noch weiter anheben. (Manfred Kohlen)

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