Gebrauchte Software soll Europa erobern

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Die Münchner Gebrauchtsoftware-Pioniere von usedSoft, die bereits mehrfach juristisch abgesteckt haben, was sie hier dürfen und was nicht, wollen das Modell verstärkt exportieren.

Die Firma usedSoft hat in Deutschland bereits einiges Geld für Rechtsstreitigkeiten mit Microsoft und anderen ausgegeben. Das Geschäft mit genutzter Software scheint trotz derartiger Anwaltskosten lukrativ zu sein, und so will man es in andere Länder übertragen – und muss sich dort später womöglich auch wieder vor lokalen Gerichten rechtfertigen

Die Firma beginnt nun damit, ihren internationalen Vertrieb zu verstärken. Ein neuer Vertriebsdirektor soll den Markt in Süd- und Nordeuropa erschließen. Der Schweizer Vertriebsprofi Stefan Suter soll das Geschäft in Italien, Spanien, Frankreich und Portugal sowie Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark vorantreiben.

Weil die Nachfrage aus dem europäischen Ausland stark angezogen ist, musste der Vertrieb umstrukturiert werden. usedSoft-Geschäftsführer Peter Schneider spricht von einem Boom in ganz Europa, da sich die kostengünstige Beschaffungsalternative gebrauchter Software in Zeiten der Krise herumgesprochen habe. Inzwischen will usedSoft über 2.000 Kunden in rund 20 europäischen Ländern haben. Schneider: »absolut krisenfest und zukunftsweisend«. Wir werden berichten, wenn große Softwarekonzerne auf die Idee kommen, auch in anderen Ländern zu klagen. (Manfred Kohlen)

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