ALEDs statt OLEDs: minikleine herkömmliche Dioden für Displays

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Forscher der University of Illinois verbinden die Vorteile anorganischer LEDs und organischer Leuchtdioden (OLEDs), um hochauflösende Anzeigesysteme  zu ermöglichen, die hell und langlebig sind.

Mit auf extrem schmalen Platzbedarf getrimmten LEDs und einer neuen Produktionsmethode sollen sich flexible oder sogar durchsichtige Displays bauen lassen, versprechen die Forscher der University of Illinois. Gemeinsam mit Forschern aus Peking und Singapur entwickeln die Physiker ein  neues Herstellungsverfahren, berichten sie nun im Wissenschaftsmagazin Science. In diesem werden LEDs im Gatter auf flache und flexible Substrate aufgetragen, um so hochauflösende Displays mit starker Leuchtkraft zu produzieren.

Herkömmliche LEDs gelten als langlebiger und robuster als die mittlerweile in vielen Geräten enthaltenen OLEDs. Sie ließen sich aber bislang nicht so flexibel und nah aneinander stellen. Die neuen anorganischen LED-Gatter verbinden die Fähigkeiten, heißt es in den veröffentlichten Seiten.

Vereinfacht erklärt ist die Vorgehensweise so: Mit einem Dünnfilmprozess werden die LEDs nah beieinander auf das Gitter »aufgedruckt« (sie haben so nur ein Hundertstel der Größe herkömmlicher anorganischer LEDs) , mit Kristallwachstum von Chemikalien werden dünne Verbindungsschichten zwischen den LEDs hergestellt. Statt einzelne LEDs mit Maschinen anzubringen können sie so quasi »gestempelt« werden. (Manfred Kohlen)

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