IDC: Professioneller Linux-Markt wächst überdurchschnittlich

BetriebssystemOpen SourceSoftwareWorkspace

Die aktuelle Studie zum Linux-Markt sieht schon im Jahr 2012 einen Milliarden-Umsatz mit dem offenen Betriebssystem. Und das, obwohl viele Nutzer die Service-Abonnements nicht bezahlen.

Die Marktforscher von IDC sind bekannt für ihre rosigen Vorhersagen, von denen man in der Regel 10 Prozent abziehen sollte, um zu realistischen Werten zu kommen. Dass sie in ihrem Werk »World Wide Linux Operating Environment 2009-2013 Forecast« ein Wachstum für den Linux-Markt voraussehen, ist angesichts der Finanzkrise verständlich: bei Linux fallen die Lizenzkosten weg.

Doch hier geht es um mehr: den professionellen Markt mit Service-Abonnements und Dienstleistungen rundherum. Aus dem Betriebssystem, das einst mit den Computer-Nerds und »Geeks« in Verbindung gebracht wurde, ist inzwischen längst ein veritables Business entstanden.

IDC gibt an, dass zwar immer mehr Unternehmen die Distributionen Red Hat Enterprise Linux und Suse Enterprise Linux einsetzen, ohne das Plicht-Abonnement dafür abzuschließen. Dennoch kommt man noch auf eine jährliche Wachstumsrate von 16,9 Prozent, bis zum Jahr 2013 soll ein Linux-Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar erreicht werden – der Sprung zur Milliarde soll schon 2012 stattfinden.

Red Hat (derzeitiger Marktanteil 65 Prozent) und Novell (30 Prozent) sind schon jetzt die Top Zwei der Profi-Linux-Anbieter und werden es laut IDC-Studie auch weiterhin sein. Beide hatten vergangenes Jahr schon außerordentlich Zuwächse zu verzeichnen, SuSE-Eigner Novell legte um erkleckliche 50 Prozent zu. (Manfred Kohlen)

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