Download-Musik rettet die Erde. Theoretisch.

Allgemein

Der Kohlendioxid-Ausstoß herkömmlichen Musik-Genusses sei wesentlich höher als der von Musik-Downloads, sagt eine Studie von Intel und Microsoft.

Um offensichtliche Dinge auch zu beweisen, startet man in der Regel eine Studie oder gibt eine in Auftrag. Intel und Microsoft haben gemeinsam die Wissenschaftler der Carnegie Mellon University und der Stanford University finanziert, um präsentieren zu können: Die Nutzung von Computern und Internet spart im Vergleich zum herkömmlichen Musikvertrieb bis zu 80 Prozent Kohlendioxid ein.

Neben den Umweltsünden der CD-Produktion fiele im alten Musikmodell auch die Herstellung von Hüllen an, müsste das Medium transportiert werden und falle beim Hören Stromverbrauch der alten CD-Player an. Der Download von Musik dagegen verpeste die Umwelt viel weniger als der herkömmliche Musikvertrieb auf CDs. Wer also Musik herunterlädt, am PC hört und nicht auf CD brennt, tut der Umwelt am meisten Gutes. Der Umeltschaden durch die nötigen Rechenzentren ist dabei vergleichsweise geing.

Auch die Dateigröße beim Download spiele eine Rolle, erkannten die Forscher. Klar: Wer länger herunterlädt, verbraucht auch mehr Strom.

Das Offensichtliche ist jetzt wissenschaftlich und statistisch begründet. Doch damit sie noch mehr finanzielle Unterstützung erhalten können, stellen die Forscher am Schluss schon mal künftige Studien zu neuen Methoden digitalen Vertriebs in Aussicht: Wie ist der Umwelt-Einfluss von Musik-Abos und Streaming im Vergleich zum Herunterladen der Songs?  µ
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L’Inq:
Studie: CDs gegen Downloads

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