Amerikanische Versteigerung andersrum: Billig kommt teuer

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Die tollsten Schnäppchen findet man natürlich im Internet, wie jeder weiß. Viele wissen mittlerweile allerdings auch, dass die Rechnung nicht immer aufgeht. Bei dem Auktionsportal Swopoo zum Beispiel kommt billig richtig teuer.

Einen fabrikneuen  Kühlschrank im Wert von 1500 Dollar für vielleicht 80 Dollar, also einen lächerlichen Bruchteil des normalen Preises abstauben – wer würde da nicht zuschlagen. Doch bei dem deutsch-amerikanischen Auktionsportal Swopoo entscheidet die Anzahl der Mitbieter darüber, wie teuer der Kühlschrank wirklich kommt. Das ist normal bei Auktionen? Sicher, aber bei Swopoo kommen auf jedes Gebot noch einmal zusätzliche Gebühren, die dem Bieter in Rechnung gestellt werden. Das sind zwar jedesmal nur 60 Cent, aber die Masse der Mitbieter treibt in diesem Fall nicht nur den Preis des Kühlschranks, der Digitalkamera oder des Notebooks nach oben – indem sich die Gebote centweise nach oben schrauben, macht Kleinvieh eben auch erstaunlich viel Mist.

Einem Bericht der New York Times zufolge, die Swopoo kritisch unter die Lupe genommen hat, können so tatsächlich weit über 2000 Dollar allein an Mitbiet-Gebühren für den Kühlschrank zusammenkommen. Der Bericht kommt zu der Auffassung, dass es sich tatsächlich weniger um eine Auktion als um eine Art Glücksspiel handle. Wie auch immer: Den größten Gewinn macht mit Sicherheit der Veranstalter.

Quelle: intern.de