Lenovo als Loser

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Der chinesische Notebookhersteller macht deftige Verluste in den Schlüsselmärkten Europa und Nordamerika. Nun will man sich stärker auf den gigantischen Heimatmarkt konzentrieren.

Dass man mit Hardware heutzutage nur mehr sehr mühsam sein Geld verdient und erst recht in Zeiten wie diesen, überrascht auch die Chinesen nicht. Nun wird aber aktuell ein Verlust von 16 Millionen Dollar im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 gegenüber 110,5 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Das kann doch wohl nicht allein der Krise geschuldet sein.

Seit dem Deal mit IBM im Jahr 2005 machen Notebooks unter dem bis dahin angesehenen Produktnamen Thinkpad mit 64 Prozent vom Gesamtumsatz eindeutig das Kerngeschäft der sich pfiffig dünkenden Chinesen aus. Doch die Verkäufe sind innerhalb eines Jahres um neun Prozent gesunken; betrachtet man speziell Nordamerika und Westeuropa, so reduzierten sich die Auslieferungen von Hardware allgemein von Quartal zu Quartal sogar um 17 Prozent. 38 Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes macht Lenovo in diesen beiden Märkten.

Einziger Hoffnungsschimmer: Der Heimatmarkt. Der wächst  immer noch jährlich um gewaltige 15 Prozent und trägt damit den Konzern fast zur Hälfte. Hier ist Lenovo zudem Nummer eins. Allerdings trägt man dort auch einen wirklich großen Namen und keinen Hinzugekauften. Manche Dinge sind eben unbezahlbar. Und andere vielleicht ein wenig zu teuer.