Musik-Downloads: Kaufverhalten ändert sich

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In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Branche erstmals mehr Geld mit Alben eingenommen als mit dem Verkauf einzelner Songs.

Um fast 25 Prozent kletterte der Umsatz mit Musik-Downloads in Deutschland im ersten Halbjahr 2009 nach oben, vermeldet der Bundesverband Musikindustrie. Vor allem die Verkäufe so genannter Bundles – das sind Alben oder Zusammenstellungen mehrerer Versionen eines Songs ähnlich einer Maxi-Single – zogen kräftig an. Um fast 55 Prozent stieg der Absatz auf 3,1 Millionen. 

Verantwortlich für den Boom sind Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie, zufolge vor allem neue Download-Anbieter wie Amazon, die attraktive Angebote geschnürt haben. Vom Wegfall des Kopierschutzes seien dagegen noch nicht die erwarteten Impulse ausgegangen, stellt er fest, meint aber, man müsse zunächst noch das zweite Quartal abwarten.

Neben den 3,1 Millionen Bundles wurden im ersten Halbjahr auch 23 Millionen einzelne Songs heruntergeladen. Weil diese aber deutlich weniger kosten als Bundles wurden sie beim Umsatz erstmals von den Bundles überflügelt. (Daniel Dubsky)