US-Gericht verurteilt Kazaa-Nutzer zur Zahlung von 675 000 Dollar

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Erneut wurde in den USA ein Tauschbörsennutzer zu einer hohen Schadensersatzzahlung verurteilt. Allerdings hätte die Strafe auch noch weit höher ausfallen können.

Wie die Jury am Freitag nachmittag entschied, muss der 25-Jährige Student Joel Tenenbaum für die Copyright-Verletzungen 675 000 Dollar zahlen. Er sei glücklich, dass es nicht noch mehr geworden sei, sagte er Ars Technica. Denn mit 22 500 Dollar pro Song kam er vergleichsweise günstig weg: im Juni verhängte ein anderes Gericht noch eine Strafe von 80 000 Dollar pro Song gegen Jammie Thomas-Rasset – alles in allem 1,92 Millionen Dollar.

Einer AP-Meldung zufolge sehen die US-Gesetze Zahlungen von 750 bis 30 000 Dollar pro Rechteverletzung vor, bei absichtlichen Verstößen können es sogar 150 000 Dollar werden. Im Falle Tenenbaums hätte also auch eine Strafe von 4,5 Millionen Dollar herausspringen können. Nachdem er bei der Vernehmung vor dem Prozess noch erklärt hatte, seine zwei Schwestern und Freunde könnten für die Musik-Downloads verantwortlich sein, gab er im Verfahren schließlich zu, die 30 beanstandeten Songs selbst heruntergeladen zu haben. (Daniel Dubsky)