Hetzner eröffnet Rechenzentrumspark

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Im vogtländischen Falkenstein baut der Webhoster einen Rechenzentrumspark mit über 100 000 Quadratmetern. Die erste Einheit nahm man am vergangenen Wochenende in Betrieb.

In dem Park sollen sich bald weitere Betreiber von Rechenzentren ansiedeln. Das erste Rechenzentrum, mit 1200 Quadratmetern Stellfläche für 10 000 Server, betreibt Hetzner selbst – es wurde am vergangenen Wochenende eingeweiht. Es ist redundant über zwei Glasfaserleitungen nach Frankfurt und Nürnberg mit bis zu 800 GBit/s angebunden und bezieht den Strom vom Ökostrom-Anbieter NaturEnergie AG, der Strom aus Wasserkraft erzeugt und auch das Hetzner-Rechenzentrum in Nürnberg beliefert.

Der Strom wird über zwei getrennte Trassen vom benachbarten Umspannwerk an das Rechenzentrum geleitet. Dort stellt eine modulare USV die Stromversorgung sicher, die auch den Ausfall von einem oder zwei Modulen verkraft (N+2). Bei einem längeren Stromausfall übernimmt ein Dieselaggregat die Stromversorgung des Rechenzentrums.

Zur Kühlung der Server zieht man die Außenluft heran, die erst bei steigenden Temperaturen über Kompressoren abgekühlt und dann punktuell an die Lufteinlässe der Server geleitet wird. Bei der Lufzirkulation werden warme und kalte Luft strickt getrennt, man spricht von einer so genannten Kaltgangeinhausung. So entsteht ein optimaler Kühlkreislauf, bei dem die warme Luft gezielt abgeführt werden kann. Sie wird zum Beheizen von Büroräumen verwendet. (Daniel Dubsky)