Roboter können die Menschen bald austricksen – Forscher fordern Grenzen

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Robotikforscher Ken Conley hat sich die gegenwärtigen Entwicklungen angesehen und ist beeindruckt vom schnellen Fortschritt – und gleichzeitig verängstigt von dem, was die derzeitigen Erfolge tun könnten, wenn der Mensch die Kontrolle über autonome Systeme verliert.

Künstliche Intelligenz, Sensorik und andere Fortschritte nehmen dem Menschen immer mehr Arbeit ab, schreibt Conley fasziniert für die New York Times. So gebe es mittlerweile Roboter, die verschlossene Türen öffnen könnten und von selbst Steckdosen zum Wiederaufladen finden würden. Es gäbe aber auch schon Flug-Drohnen für den Kriegseinsatz. Eine Vermischung der längst vorhandenen Forschungsergebnisse könne den schlimmsten alle Menschheitsträume wahrmachen: Roboter, die den Menschen überlisten können oder gar Killermaschinen werden.

Autonomer Roboter beim Aufladen
(Bild: Autonomer Roboter beim Aufladen, (c) Willow Garage)

Die OpenSource-Robotersoftware-Entwickler von Willow Garage haben sogar schon etwas wie einen AppStore für Roboter-Anwendungen gebaut – ein Einfallstor für »böse« Programme wie sie schon im PC-Markt als Malware ihr Unwesen treiben, nur mit höherem Schadenspotential?

Gefühle zu erkennen und auszudrücken scheint auch nicht so weit weg zu sein. So stellt sich etwa Microsoft-Forscher Eric Horvitz Programme vor, die mit Gesichts- und Spracherkennung Gefühle analysieren, um mit 3D-Animation und KI entsprechend darauf zu reagieren, wie dieses Video zeigt.

Eine Gruppe von Forschern, die sich schon Ende Februar in den Asilomar Conference Grounds an der Küste bei Monterey in Kalifornien traf, diskutiert nun, ob man Grenzen dieser Forschungen festlegen solle – führender Sprecher war der Forscher von Microsoft Research. Es sei zwar ein langer Weg, bis die Technik so weit sei wie bei HAL im Film 2001, doch es beginne ja schon vorher mit der Zerstörung menschlicher Arbeitsplätze. Wenn die Roboter und Computer nun auch lernen, wie sie menschliche Verhaltensweisen kopieren, wo ist dann die Grenze?

Die Düsentriebs schlossen zwar aus, dass sich eine Intelligenzform spontan über das Internet entwickeln könne, nicht aber, dass Roboter kommen würden, die ohne menschliche Einflussnahme töten könnten. Das sei zu erwarten – oder sogar schon da.

Dass sich die Maschinenmenschen von alleine fortbewegen können, hatte schon der Roboter-Butler PR2 von Willow Garage im Juni bewiesen.
Ein Report von dieser Konferenz und zu den gesellschaftlichen Einflüssen der künstlichen Intelligenz soll noch dieses Jahr fertig sein, verspricht die AAAI ( Association for the Advancement of Artificial Intelligence). µ

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L’Inqs:

Ken Conley über die Sorgen der AI-Forschergemeinde

Roboter-Software-Entwicklerschmiede Willow Garage

Video: Miocrosofts Gefühls-Erkennung

AAAI

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