Microsoft-Vorschlag: Windows mit Alternativ-Browsern

BetriebssystemBrowserPolitikSoftwareWorkspace

Um den Streit mit der EU zu beenden, hat Microsoft angeboten, Windows künftig mit einem neuen Dialog auszustatten, über den der Anwender den Internet Explorer deaktivieren und andere Browser installieren kann.

Eigentlich wollte Microsoft Windows 7 in Europa ohne Internet Explorer auf den Markt bringen, weil die EU-Kommission derzeit prüft, ob die enge Verknüpfung von Browser und Betriebssystem wettbewerbswidrig ist. Nun hat Microsoft überraschend eine Alternative präsentiert: ein Auswahlmenü, über das der Windows-Nutzer verschiedene andere Browser installieren und als Standard-Browser festlegen kann und das auch die Möglichkeit bietet, den Internet Explorer zu deaktivieren. Sollte die EU diesen Vorschlag akzeptieren, werde man Windows in Europa mit derselben vollen Funktionalität ausliefern wie im Rest der Welt, erklärte Microsoft – der Internet Explorer wäre also wieder an Bord.

Die EU prüft nun den Vorschlag. Es ist davon auszugehen, dass er besser ankommt als ein browser-freies Windows, da die Wettbewerbshüter Wahlmöglichkeiten für den Verbraucher forderten und im Februar selbst ein Auswahlmenü mit mehreren Browsern ins Spiel gebracht hatten. (Daniel Dubsky)