Trekstor meldet Insolvenz an

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Eines der wenigen Hightech-Unternehmen, die noch in Deutschland produzieren, ist in eine bedrohliche Krise geraten. Nun soll es ein Sanierungsexperte richten.

Das deutsche Hightech-Unternehmen Trekstor ist in eine schwere Krise geraten. Jetzt musste Trekstor vor dem Insolvenzgericht Darmstadt einen Insolvenzantrag stellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Sanierungsexperte Rechtsanwalt Jan Markus Plathner von der Frankfurter Kanzlei Brinkmann & Partner bestellt.

Welche Sanierungsmaßnahmen Plathner und die Trekstor-Führung planen, ist aber noch nicht bekannt. Zunächst geht es darum, die Geschäfte weiterzuführen und die Vermögenswerte zu sichern.

Unterstützung durch Kunden und Lieferanten nötig
Die Pressemitteilung bemüht sich aber erstmal Zuversicht zu verbreiten. Der Geschäftsbetrieb soll »vollumfänglich fortgeführt« werden. Daneben finden Gespräche mit der Dresdner Bank über die weitere Finanzierung der Geschäfte statt.

Allerdings benötigt Trekstor auch Unterstützung durch Kunden und Lieferanten wie es in der Mitteilung heißt.

Werbung mit Klitschko und Bohlen
Trekstor war in den letzten Jahren vor allem mit externen Festplatten und MP3-Playern auf dem Markt präsent. Daneben hat das Unternehmen durch aufwendige Werbekampagnen etwa mit Dieter Bohlen von sich reden gemacht.

Anfang Juni hatte das Unternehmen aus Lorsch noch gemeinsam mit dem Real-Markt eine Pressekonferenz des Boxers Wladimir Klitschko gesponsert. Den Kampf gegen Ruslan Tschagajew hat Klitschko nach neun Runden durch Technischen K.o. gewonnen. Jetzt muss Trekstor aufpassen, nicht selbst K.o. zu gehen.
(mt)

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