Windows7-Starter-Roulette: »Nichts geht mehr«

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Wie beim Roulette-Spiel ging es heute Morgen zu, seit der Freigabe des Win7-Starterpreises von 50 Euro. Schon um 8:00 Uhr brachen erste  Server der Microsoft-Partner ob der Nachfrage zusammen, manche blendeten schon um 9:00 Uhr »nicht lieferbar« ein. »Rien ne va plus« sagt nun der Croupier (Herr Microsoft sozusagen) – nochmal gespielt wird nicht mehr!

Willkommen beim Windows7-Roulette von Microsoft! Hereinspaziert bei den Eingängen zahlreicher Online-Händler und Straßenläden! (Microsoft zählte sie alle auf in seiner offiziellen Bekanntmachung).

Die Medien schrieben es, etwa mein Kollege Daniel von der PC Professionell.  Um 10:00 Uhr meldete sich der Kollege Mehmet Toprak vom IT-Business-Auftritt eweekeuope und erzählte, die Vorbestell Exemplare von Windows 7 seien wohl gut eine gute Stunde nach dem Verkaufsstart bei einigen Händlern schon ausverkauft, etwa bei Amazon und Cyberport. Ob wir wüssten, was da los ist?

»PC-Prolo« Daniel probierte es und fügte in seine Meldung schließlich als Update an, dass das Kontingent von Amazon schon aufgebraucht sei. Der Alternate-Server ging nach heftigen Zuckungen wieder in Betrieb und zeigte kurz darauf schon wieder »Aktion beendet«. Auch bei Cyberport prangt ein »Ausverkauft« über dem Angebotslogo.

Die Kontingente im Online-Handel waren wohl binnen einer Stunde vergriffen, obwohl Microsoft sicher geklotzt und nicht gekleckert hat, um seine Windows-7-Statistik mit Vorbestellungen aufzubessern. Alternates Pressesprecher habe auch erzählt, man sei von MS »großzügig« ausgestattet worden, sagt Tom’s Hardwareguide-Chefredakteur Uwe Scheffel.

Die mittlerweile durch KommunikationstöterMehrfrequenzwahl-Auswahlen hermetisch abgeriegelte (weil sicher von dummen Anfragen überfordertebelastete) Pressestelle von Microsoft hat bislang noch immer nicht zurückgerufen auf unsere Anfrage – also riefen wir um die Mittagszeit die Handynummer von Microsofts Betriebssytem-Evangelisten Daniel Melanchton an. Auf die Frage, ob es denn eine weitere Charge der Windows 7 Starter Editions gebe, winkte er ab: »Also, die offizielle Verlautbarung ist so, dass es nur diese eine Vorab-Aktion gibt«.

Und so sagte er wohl als Croupier des Microsoft-Roulettes, dass man nicht mehr setzen könne, es nun also vorbei sei mit den Chancen. Aus die Maus?

Die Kollegen von Tom’s Hardwareguide übertrieben ein wenig und schrieben eine Stunde später ihre Meldung, die Win7-Starter-Edition sei »binnen Minuten« ausverkauft gewesen. Nun gut, es ist eben kein »Softwareguide». Aber vielleicht gibt es ja doch noch Exemplare – die Roulette-Kugel könnte auch außerhalb der Internetshop-Szene noch rollen, etwa zu den Shops von Mediamarkt/Saturn oder Electronic Partner. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, aber wer Zeit hat, kann vielleicht noch zum Schnäppchenjäger im realen Leben werden.

Wie wir schon vermutet hatten: »Das Konsumentenschäfchen wird schon brav hinterher rennen«, kauft der Privatkunde das neue System zuerst. Geschwindigkeitsrekord bei den Preiskämpfern also – doch noch ein »Hurra« für Microsofts Marketingstrategen! µ

L’Inqs:
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PC-Professionell-Bericht mit mehreren Updates
THG vermeldet Win7-Ausverkauf
Microsoft und die rosa Brille

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