EU-Strafe sorgt für rote Zahlen bei Intel

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Eigentlich lief das zweite Quartal 2009 gut für den Chiphersteller Intel, doch das von der EU verhängte Rekordbußgeld sorgt unterm Strich für rote Zahlen.

Satte 1,06 Milliarden Euro muss Intel zahlen, entschied die EU im Mai. Der Chiphersteller habe seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und gezielt versucht, PC-Hersteller und Händler zu beeinflussen, damit diese nicht auf Prozessoren der Konkurrenz setzen. Dies wirkt sich nun auf das Quartalsergebnis aus: für das zweite Quartal 2009 vermeldet Intel einen Verlust von 398 Millionen Dollar, der operative Verlust lag bei 12 Millionen Dollar.

Rechnet man die EU-Strafe heraus, sehen die Zahlen des Chiphersteller allerdings gar nicht schlecht aus: der Nettogewinn läge bei 1 Milliarde Dollar, der operative Gewinn bei 1,4 Milliarden Dollar.

Der Umsatz im zweiten Quartal betrug 8 Milliarden Dollar (PDF). Das war zwar deutlich weniger als im zweiten Quartal des Vorjahres, aber mehr als von Analysten erwarten und im Vergleich zum ersten Quartal 2009 ein Zuwachs von zwölf Prozent – das beste Wachstum vom ersten zum zweiten Quartal seit 1988, wie Intel-Chef Paul Otellini zufrieden feststellte. Das Intel-Ergebnis spiegele die sich verbessernden Bedingungen auf dem PC-Markt wider, erklärte er bei der Vorstellung der Quartalszahlen. (Daniel Dubsky)