Silverlight 3 ist da

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Silverlight-Anwendungen laufen nun auch außerhalb des Browsers. Zudem unterstützt Microsofts Flash-Konkurrent H.264-Videos und Deep Links, etwa um einzelne Seite eine Rich Internet Application als Lesezeichen zu speichern.

Knapp vier Monate nachdem Microsoft auf der Mix09 eine erste Beta von Silverlight 3 vorgestellt hat, ist die neue Version des Flash-Konkurrenten fertig. Diese unterstützt nun auch H.264-Videos und nutzt Hardware-Beschleunigung, um HD-Inhalte ab 720p ruckelfrei im Vollbildmodus darstellen zu können. Im Zusammenspiel mit den IIS Media Services wird zudem ein Smooth Streaming genanntes Feature unterstützt, das in Abhängigkeit von der Internet-Anbindung und Rechenleistung die Videoqualität anpasst.

Microsoft hat Silverlight zahlreiche neue Controls und Effekte spendiert, darunter auch perspektivische 3D-Grafiken, die sich ohne zusätzlichen Code skalieren und rotieren lassen, sowie Pixel Shader Effekte. Eine neue Bitmap-API erlaubt es, Bilder pixelgenau zu manipulieren, etwa um eine Online-Anwendung zu schaffen, mit der sich Bildkorrekturen durchführen lassen.

Bislang hatten Rich Internet Applications das Problem, dass Suchmaschinen sie nicht richtig erfassen konnten und Anwender schlecht an einen bestimmten Punkt zurückkehren konnten, ohne sich wieder von Anfang an durch die Anwendung klicken zu müssen. Beides hat Microsoft mit Silverlight 3 gelöst: die Anwendungen lassen sich als Business Objects kapseln, die automatisch in einer HTML-Version gespiegelt werden – die können Suchmaschinen dann indexieren. Zudem wird Deep Linking unterstützt, so dass der Anwender bestimmte Punke innerhalb der Anwendung als Lesezeichen speichern oder per Link verschicken kann.

Microsoft verspricht eine bessere Performance mit Silverlight 3. So soll man nun beispielsweise bei großen Bildern flüssiger zoomen können. Außerdem wurde das Caching verbessert und beim Datenaustausch zwischen Client und Server wird verstärkt auf Kompression gesetzt.

Zu guter Letzt sind Silverlight-Anwendungen nicht mehr auf den Browser angewiesen. Sie können wie Desktop-Anwendungen genutzt werden, laufen allerdings aus Sicherheitsgründen in einer Sandbox. Ist der Rechner nicht mit dem Internet verbunden, kann man so lokal mit der Anwendung arbeiten, die die Daten dann später mit dem Server abgleicht, wenn wieder eine Internet-Verbindung besteht. (Daniel Dubsky)