Google ChromeOS: Intel Inside

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Niemand hatte erwartet, dass Intel mit Google unter einer Decke steckt. Schließlich finanziert Chipzilla mit Moblin sein eigenes Linux-Netbook-Betriebssystem. Doch offenbar kriselt es in der bisherigen Wintel-Ehe schon länger – schmieden die neuen Liebhaber der IT-Branche eine künftige »Gootel«-Ehe? Ist Microsoft die verschmähte Geliebte?

Inquirer-Gründer Mike Magee, derzeit TGDaily-Autor, hat wieder einmal mit seinem Lieblingsfeind Intel  telefoniert. Weil Mike inzwischen weiß, welche Quellen er anzapfen kann, erfuhr er bald: Intel steckt unter einer Decke mit den Googles. Ein Firmensprecher bestätigte das dann am Donnerstag offiziell, und so legte Mike an, die Geschichte am Freitag zu veröffentlichen.  Inzwischen weiß die ganze Welt:  In Googles Web-Betriebssystem steckt auch viel Intel.

Der Intel-Sprecher teilte mit:  »Wir haben bisher unseren Mund gehalten und in Ruhe mit Google erfolgreich an ein paar Projekten gearbeitet.  Das ist nur eines davon und wir begrüßen ausdrücklich Googles Voranschreiten”.

Versetzt das Microsoft nun total in Panik (oder sind Intels Arbeiten an Moblin nun für den  Allerwertesten)? Wir glauben, Intel arbeitet weiter an Moblin und sieht Google nur als Mittel, anderen Systemen neben Microsoft noch ein bisschen mehr Gewicht zu verleihen. Das schafft mehr Verhandlungsspielraum.

Intel wollte vielleicht Microsoft mal wieder so richtig die Pistole auf die Brust setzen.  Nun ist MS dran, etwas zu sagen.  Und so entstand die Idee von »Gootel« bei meinen britischen Kollegen, nachdem sie zuvor Kombinationen wie »Chrotel« und »Intoogle« ausprobierten.

Microsoft hat bisher jeden Kommentar verweigert.  Verständlich, denn die Worte müssen gut gewählt sein, um die Vorteile der Wintel-Ehe nicht ganz aufs Spiel zu setzen. Liebe Borg, wir geben Euch noch mehr Zeit, denn die internationale Allianz der IT-Journalisten wird Euch so oder so aufs Korn nehmen. µ.

L’Inqs:
Mike Magee über Intels Aussagen zu Chrome
Und Mikes Ex-Mitarbeiter über neue Koalitionsnamen
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