Infineon verkauft Breitbandsparte

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Mit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Wireline Communications (WLC) hat sich der angeschlagene Chiphersteller etwas finanziellen Spielraum verschafft.

Wie Infineon mitteilt, wird der US-Investor Golden Gate Capital die Sparte Wireline Communications (WLC) für 250 Millionen Euro übernehmen. Die Ausgliederung soll im Herbst 2009 erfolgen. Das neue Unternehmen wird alle Produkte, Standorte und Projekte fortführen und zusätzlich zu den 600 WLC-Mitarbeitern noch 300 Angestellte erhalten, die derzeit bei Infineon in zentralen Abteilungen für WLC tätig sind.

»Die Veräußerung des Segments WLC leistet einen wesentlichen Beitrag zur anstehenden Refinanzierung«, sagte Peter Bauer, Sprecher des Vorstands bei Infineon. Da Wireline Communications relativ unabhängig von den Arbeits- und Produktionsprozessen des Gesamtunternehmens sei, könne es ohne größeren Aufwand ausgegliedert werden.

Der bisherige Leiter des Bereiches WLC, Christian Wollf, soll Geschäftsführer des neuen Unternehmens werden. Dieses sei bestens aufgestellt, um auf eigenen Beinen zu stehen, erklärte er. »Durch die Finanzkraft von Golden Gate Capital wird es uns weiterhin möglich sein, innovative Breitbandprodukte für unsere Kunden zu entwickeln und von Wachstumschancen im Markt zu profitieren.«

Infineon wird sich künftig auf die vier verbleibenden Segmente Automotive (ATV), Industrial & Multimarket (IMM), Chipcard & Security (CCS) und Wireless Solutions (WLS) konzentrieren. (Daniel Dubsky)