Buchhandel will sich gegen illegale Buch-Downloads wehren

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E-Books und Hörbücher landen immer häufiger in Tauschbörsen – sehr zum Leidwesen des deutschen Buchhandels, der nun Gegenmaßnahmen ergreifen will.

Das Internet gewinnt im Buchhandel an Bedeutung, im vergangenen Jahr war es der Wachstumsgewinner der Branche: der Umsatz legte um 20 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro zu, womit man bereits jeden zehnten Euro mit Büchern online verdient. Allerdings sieht man im Internet auch eine Gefahr, denn E-Books und Hörbücher tauchen immer häufiger in Tauschbörsen auf – allein der Umsatzbringer »Harry Potter« soll millionenfach heruntergeladen worden sein. Das will man sich nicht länger gefallen lassen und kündigt an, gegen die illegalen Downloads zu kämpfen. Man wolle allerdings nicht gegen die Nutzer vorgehen, sondern die Tauschbörsen, wie Alexander Skipis, Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gegenüber der Financial Times Deutschland erklärte. Die Musikindustrie hatte dies vor Jahren auch versucht und schließlich Napster, die damals populärste Tauschbörse, zum Aufgeben gezwungen – unzählige andere Programme nahmen ihren Platz ein, die Musikindustrie verlegte sich schließlich darauf, die Nutzer zu verklagen.

Wie man nun beim Buchhandel gegen die Tauschbörsen vorgehen will, bleibt offen. Der FTD zufolge hieß es lediglich, man wolle an die Anbieter herantreten. (Daniel Dubsky)