Wirtschaftskrise auch bei Virenschreibern

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Im Juni ging die Zahl neuer Schädlinge stark zurück – nicht nur sommerloch-bedingt, sondern auch ein Zeichen der Wirtschaftskrise, wie die Sicherheitsexperten von G Data meinen.

»Die Schattenwirtschaft agiert nach streng ökonomischen Gesichtspunkten: Angebot und Nachfrage bestimmen das Geschäft. Die weltweite Wirtschaftskrise macht vor der eCrime-Ökonomie nicht halt«, erklärt Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs. Dort hat man im Juni nur 83 000 neue Malware-Typen entdeckt – gut 30 Prozent weniger als noch im Mai. »Die Auftragslage scheint in diesem Geschäftszweig momentan rückläufig zu sein«, so Benzmüller, der für die nächsten Wochen nicht mit einer Trendwende rechnet. Es werde zwar weiter einzelne Peaks geben, weil die Cyberkriminellen wichtige Ereignisse gern als Aufhänger nehmen, doch insgesamt stagniere die Zahl neuer Schädlinge voraussichtlich. (Daniel Dubsky)