Videoportal Joost ändert Geschäftsmodell

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Weil sich mit Werbung auf dem Videoportal kaum Geld verdienen ließ, will Joost seine Technik nun Medienfirmen zur Verfügung stellen, damit diese eigene Videoplattformen aufbauen können.

Erst im vergangenen Oktober hatte Joost sich von seiner Software getrennt und spielte die Videos im Browser ab. So hoffte man auf bessere Chancen gegen YouTube & Co, doch wegen der wirtschaftlich schwierigen Zeiten sieht man sich nun zu einem Strategiewechsel gezwungen. Das eigene Portal Joost.com will man zwar weiter betreiben, doch den Umsatz will man künftig als Technikanbieter erwirtschaften, der Medienhäusern und Providern beim Aufbau eigener Videoplattformen hilft.

Im Rahmen der Umstrukturierung trennt man sich von zahlreichen Mitarbeiter, macht aber keine genauen Angaben dazu von wie vielen. Fest steht nur, dass sich künftig vor allem Teams in New York und London um die Geschäfte kümmern sollen, während die Arbeiten im Entwicklungszentrum im niederländischen Leiden heruntergefahren werden. CEO Mike Volpi tritt zurück, bleibt aber Vorstandsvorsitzender; den Posten als CEO übernimmt Technikchef Matt Zelesko. (Daniel Dubsky)