Verlangt Microsoft in Europa doppelt so viel für Windows 7?

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»Eine Runde Mitleid« der US-Journalisten für Europäer: die bekämen viiiel weniger als Amerikaner für weitaus mehr Geld.

Nicht nur der Internet Explorer fehle den Europäern im neuen Windows, auch Updates seien nicht mehr so leicht zu installieren wie in US-Amerika. Wenn das wirklich so schlimm wäre, wie die US-Kollegen schreiben, würde die EU mit dem Untergang der amerikanischen Software-Imperien durch alternative Systeme drohen.

Also, liebe Amerikaner: Ja, Ihr seid Techniknation Nummer eins! Ihr bekommt Windows billiger als wir »Eur-Opas«. Offiziell, nach empfohlenem Verkaufspreis.
Na und? Microsoft hat sich zwar entschieden, insbesondere die Profiversionen von Windows in Europa teurer anzubieten als in den USA. Die Kollegen von »The Industry Standard« kriegen sich nun nicht mehr ein vor lauter Mitleid! Doch ist dies hier noch von Belang?

Die Unternehmen, die nicht auf Vista umgestiegen sind, haben nun auch noch mehr Gründe, nicht auf Windows 7 umzusteigen – und sich Alternativen zu suchen. Eigentor!

Und ehrlich: Wir brauchen Euer Mitleid nicht – wir sehen viele Chancen, dass endlich auch Otto Normal-Euro-Verbraucher billige Alternativen kauft.

Übrigens: Der Linux- und Android-unwillige Konsument kauft Windows ohnehin vorinstalliert, und diese Rechner kommen vorwiegend aus Asien. Die OEMs in Taiwan zahlen keine Europapreise und bekommen zudem Mengenrabatt. Wer also als Konsument unbedingt Windows will, zahlt so gesehen auch nicht viel mehr als die US-Amerikaner. Und Firmenlizenzen? Die waren schon immer Verhandlungssache!

Gut, das wenige »Fußvolk«, das Win7 noch in einer Packung im Laden erwirbt, hat Euer Mitleid redlich verdient. Die EU-Kommissare können aber ruhig weiterschlafen: Es sind dann europäische Software-Unternehmen, die die von der EU gewünschten Auswahlfunktionen offerieren, die Microsoft nicht bieten wollte. µ

L’Inqs:
The Industry Standard zu Windows7 in Europa
Europa: IE8 nicht in Win7
Win7-Preise auch in USA zu hoch?

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