Rapidshare geht gegen Gema in Berufung

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Der Filehoster will sich nicht damit abfinden, dass bestimmte Musikstücke nicht mehr über seinen Service verbreitet werden dürfen. Selbst mit restriktiven Mittel ließe sich das nicht wirksam verhindern, argumentiert man.

Rapidshare hat angekündigt, gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom Wochenanfang in Berufung zu gehen. Man wolle Klarheit und strebe langfristig eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes oder des Europäischen Gerichtshofes an. Denn, so kritisiert man, mit welchen Maßenahmen der Dateitausch zu verhindern sei, habe das Landgericht offen gelassen. Die Erfahrung zeige, dass selbst restriktive Mittel wie DRM, Captchas und Software-Dongle in wenigen Stunden von den Nutzern ausgehebelt werden. Man wisse nicht, wie man die vom Gericht auferlegten Prüfungspflichten erfüllen soll.

»Jeder Versuch, Internetpiraterie durch Restriktionen zu unterbinden, wird scheitern. Die Ressourcen der Internet-User sind enorm und sie handeln schnell«, sagte Rapidshare-COO Bobby Chang. Er verweist auf Künstler wie Radiohead, Prince und Nine Inch Nails, die ihre Werke im Internet kostenlos anbieten und trotzdem Geld verdienen. »Die GEMA versucht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Das ist meiner Meinung nach ein aussichtloser Kampf, den sie zudem noch gegen ihre eigenen Kunden führt«, Chang weiter. (Daniel Dubsky)