Microsoft löst seinen DotNetLink zu Oracle-Datenbanken

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Microsoft wird seine eigene Software, mit der Oracle-Datenbanken per DotNet-Applikationen abgefragt werden können, einstellen. Dritthersteller können das offenbar besser, erkennt MS.

Microsoft mag seinen ADO.Net-Oracle-Client nicht mehr weiterentwickeln, der als Teil des DotNet-Frameworks ausgeliefert wurde. Himanshu Vasishth, Microsoft-Programm-Manager für das Tool, erklärt in einem Blog-Eintrag, die Entscheidung sei nach Gesprächen mit Kunden und Partnern gefallen.

Dabei habe man gelernt, dass der Großteil der Kunden vergleichbare Tools von Drittanbietern nutzte, dort aber auch ständig Updates und Service rund um die Oracle-Releases bekäme. Der Aufwand, bei dem kostenlosen Microsoft-Tool mit den Angeboten Ditter mitzuhalten, sei zu groß.

Zwar werde der OracleClient auch mit dem 4.0-Release des DotNet-Frameworks ausgeliefert, um Rückwärtskompatibilität zu gewährleisten, doch er werde als alte Version gekennzeichnet – und Tools der Microsoft-Partner würden empfohlen.

Nutzerkommentare dazu verurteilen Microsofts Plan, den Oracle-Client nicht mehr zu unterstützen: Achtzig Prozent seiner Unternehmens-Applikationen liefen damit, beschwerte sich ein Anwender, und nun wolle ihn Microsoft zu kostenpflichtigen .Net-Oracle-Providern von Drittherstellern zwingen. Andere sehen da kein Problem, und weitere Anbieter wie  DataDirect Technologies stehen in den Startlöchern für viel weitergehende Datenbank-Konnektoren. Die neue Betaversion des ADO.NET Entity Framework for Oracle steht seit wenigen Tagen zum öffentlichen Betatest bereit. (Manfred Kohlen)

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