Open-Xchange integriert Daten aus Social Networks

MarketingNetzwerkeOpen SourceSoftwareSoziale Netzwerke

Um Kontakte und Termine nicht in unzähligen Netzwerken nachschlagen zu müssen, führt Open-Xchange sie unter einer Oberfläche zusammen. Dort lassen sie sich weiter bearbeiten oder für andere Nutzer und Anwendungen freigeben.

Zwei Probleme tun sich derzeit für Groupware-Lösungen auf: zum einen taugen sie zwar für die Zusammenarbeit innerhalb einer Firma, doch Dienstleister und andere externe Partner bleiben in der Regel außen vor. Zum anderen stehen die Nutzer mit Geschäftspartnern auch über Social Networks in Kontakt, deren Datenbestände neben der Groupware vor sich hin existieren. Unter dem Namen Social OX versucht man nun bei Open-Xchange, alle diese Daten zusammenzuführen und für eine weitere Nutzung aufzubereiten.

Die nächste Version der Groupware soll die Kontakte des Nutzers aus dem Business-Netzwerk Xing importieren. So stehen sie auch in Open-Xchange bereit und dass viel einfacher, als wenn der Nutzer die doch recht umfangreichen Informationen aus Xing von Hand übertragen müsste. Weitere Importe sollen folgen, wobei Entwickler sich auch eigene Importe schreiben können. Auf APIs ist man dabei nicht angewiesen, da die Daten notfalls einfach von Webseiten eingelesen werden.

Die Kontaktlisten lassen sich dann in Open-Xchange zusammenführen, nach beliebigen Kriterien filtern und komplett oder in Teilen für andere Nutzer freigeben. Da Open-Xchange auf Microformats setzt, brauchen die Nutzer kein Open-Xchange, sondern rufen einfach eine Website auf, die bald nicht nur mit Passwort, sondern auch mit einem Security Token geschützt werden kann. Zudem können dank Microformats anderen Anwendungen die Daten leicht importieren – so hilft Social OX beispielsweise dabei, die Kontakte aus Social Networks aufs Handy zu bekommen. Netter Nebeneffekt: wer sich bei einem Social Network abmeldet, kann die dort gesammelten Kontaktdaten sichern und behalten.

Ähnliches will man bald auch für Kalender und Termine anbieten. Der Nutzer soll seine Termine etwa aus Google Calendar in Open-Xchange importieren können. Dort lässt sich ein Gesamtkalender erstellen und ebenfalls für andere Nutzer und Anwendungen freigeben. Das vereinfacht beispielsweise die Terminplanung mit externen Mitarbeitern, da diese das mögliche Zeitfenster für eine Besprechung auf einer Webseite sehen und anklicken können, wann sie Zeit haben. In Open-Xchange braucht der Nutzer nur noch den Zeitraum auswählen, an dem alle Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Dank Microformats können in Open-Xchange vorgenommene Änderungen an Terminen oder neue Termine in den Google Calendar oder andere Anwendungen eingetragen werden.

Die ersten Funktionen von Social OX werden in Open-Xchange 6.10 zu finden sein, das noch im Juni veröffentlich werden soll. In den folgenden Versionen sollen die Funktionen dann kräftig ausgebaut werden. Eine Demo bietet man bereits unter ox.io an. (Daniel Dubsky)