Früherer AT&T-Chef soll General Motors retten

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In der Auto- und Arbeitslosenstadt Detroit tut sich etwas: der ehemalige Telekommunikations-Chef Ed Whitacre jr. übernimmt das Ruder bei GM. AT&T-Kunden in den USA wissen: Obwohl der Anbieter technisch weit zurücklag, konnte der Mann auch den letzten Pfennig herausholen. GM hofft, dass Whitacre das auch für GM tut.

AT&T hat schwere Zeiten ohne sichtbare Investition überlebt, weil der frühere Chef Ed Whitacre wohl jede Geschäftsmöglichkeit fand, die dem Unternehmen Geld einsparen oder einbringen konnte. Weil General Motors in einer solchen Situation steckt – alte Technik und Suche nach liquiden Mitteln – sieht man Whitacre offenbar als möglichen Retter.

Der bisherige GM-CEO Kent Kresa verbleibt als Übergangschef. Whitacre hat die Aufgabe, General Motors durch die Phase des Insolvenzschutzes zu führen. Insider vermuten, dass der Mann alles tun wird, um all jene Unternehmensteile abzustoßen, die zu wenig profitabel sind.

Angefangen hat das Unternehmen schon mit dem Ausmisten: Den medienwirksamen Hummer will die chinesische Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Company Limited kaufen, die Abteilung Saturn soll an die Penske Automotive Group verkauft werden (die die Astra- und Sky-Modelle nicht weiterproduzieren will), und Pontiac soll die Produktion einstellen.

Und was hat das mit der ITK-Branche zu tun? Um sich durch schwere Zeiten zu mogeln, werden mangelnde Eigenentwicklung und technische Fehl- oder Nicht-Entscheidungen eben in Kauf genommen. Es geht nur noch ums Geld, sonst nichts – AT&T hat es wohl etwas gebracht. µ

L’Inq:
TGDaily über AT&T und General Motors

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