Browser-Streit: EU befragt PC-Hersteller über Microsoft

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Die Wettbewerbshüter der EU wollen von PC-Herstellern wissen, ob Microsoft sie unter Druck gesetzt hat, damit sie das Vorhaben der EU, mehrere Browser auf Windows-Rechnern zu erzwingen, ablehnen.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hat die EU-Kommission mehreren PC-Herstellern Fragebögen geschickt, um zu ergründen, was sie vom angedachten Browser-Auswahlmenü halten. Es geht darum, welche Browser dort auftauchen und wie sie präsentiert werden sollen. Drei der acht Fragen betreffen die Beziehungen der PC-Hersteller zu Microsoft – die Wettbewerbshüter versuchen herauszubekommen, ob der Software-Riese versucht hat, die Hersteller zu bestimmten Aussagen gegenüber den Behörden zu bewegen. Ein Microsoft-Sprecher wies das zurück.

Die EU hatte im Januar nach einer Beschwerde des Browser-Herstellers Opera eine Untersuchung eingeleitet. Sie will klären, ob Microsoft seine Marktmacht ausgenutzt und durch die enge Verknüpfung von Windows und Internet Explorer Konkurrenten auf dem Browser-Markt behindert hat. (Daniel Dubsky)