IDC: Der Storage-Markt zerbröckelt

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Das erste Mal seit 21 Quartalen schwächelt der Markt für Storage-Lösungen.
Software rund ums Speichern war bis dato eine sichere Wette. Zum ersten Quartal 2009 aber, so IDC in einer aktuellen Markterhebung, konnte der Markt keine Zuwächse mehr verzeichnen.

Es ging 5,2 Prozent bergab mit den Storage-Software-Umsätzen. Die weltweiten Geschäfte betragen demnach »nur« noch 2,8 Milliarden Dollar.

Laut IDC’s Research Director für dieses Marktsegment, Laura DuBois, wurde der ganze Markt durch die schlecht abschneidenden großen Unternehmen in diesem Bereich heruntergezogen – kleine Firmen sind hier von den größeren abhängig und stürzten so mit ins Loch der großen »Underperformer«. Doch, so orakelt die Marktforscherin, käme der ganze Markt wieder auf die Beine, sobald sich die Großen aufrappelten.

EMC konnte mit 21,9 Prozent Marktanteil das Siegertreppchen weiter anführen, gefolgt von Symantec und IBM. HPs Umsatzverlust sei gewaltig, bei den anderen sei es nicht ganz so schlimm gewesen. (Manfred Kohlen)

Meine Meinung: Den Zahlen bleibt hinzuzufügen, dass HP sich entweder selbst kannibalisiert, indem die Firma Spezialangebote für kleinere Unternehmen auflegt (wie schon bei Netzwerkprodukten ließ der Hersteller auch billige Storage-Lösungen folgen) oder die Preise und Margen einfach senken musste, um den inzwischen trägen Koloss noch halbwegs an die globale Krise anzupassen.

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