T-Mobile: 10 Euro für VoIP-Telefonate

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Der Mobilfunker gibt seinen Widerstand gegen VoIP-Telefonate auf dem Handy auf, lässt sich die aber mit mindestens 10 Euro monatlich bezahlen.

T-Mobile hat eine VoIP-Option für seine beiden Tariffamilien Combi und Complete angekündigt. Diese soll ab Sommer zur Verfügung stehen und abhängig vom Vertrag mit 9,95 Euro pro Monat oder mehr zu Buche schlagen. Damit schwindet allerdings der Preisvorteil der VoIP-Telefonie, so dass abzuwarten bleibt, wie viele Nutzer davon überhaupt Gebrauch machen. Immerhin wehrt sich der Mobilfunker aber nicht mehr grundsätzlich gegen VoIP, dem man – als Skype eine iPhone-Version seiner VoIP-Software ankündigte – eine schlechte Sprachqualität und negative Auswirkungen auf die Netzwerk-Performance attestierte.

Von Netzwerkproblemen geht man noch immer aus und erklärt, die VoIP-Nutzung mache weitere Investitionen in das Mobilfunknetz notwendig. Es wäre allerdings unfair, diese Kosten auf alle Kunden zu verteilen, weshalb man sich zur Einführung der VoIP-Option entschlossen habe, sagte T-Mobile-Sprecher Georg Pölzl.

Auch Vodafone kündigte Mitte Mai bereits einen speziellen Tarif für VoIP-Telefonate an, als es so schien, Vodafone und T-Mobile würden neue Nokia-Handys nicht ins Programm nehmen, weil auf ihnen Skype vorinstalliert ist. Beide Mobilefunker ruderten aber schnell zurück – und entschieden sich für die gleiche Lösung: einen Aufpreis für VoIP-Telefonate. Zum Vodafone-Tarif sind allerdings noch keine Details bekannt. (Daniel Dubsky)