Computex09: »Meiner ist kleiner als deiner!«

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AMD-Ableger GlobalFoundries zeigt seine Wafer für 28nm- und 32nm-Chipproduktion.

»Wafer waggling« nennt Inquirer-Autorin Sylvie Barak das stolze Herumzeigen, das GlobalFoundries in Taipei vollführte. Auf der Computex-Messe in Taipei präsentierte AMDs Chipfabrik selbstbewusst, dass man wieder mit Intel mithalten kann.

Jon Carvill, Marketingchef bei GloFo, zeigte zunächst den 45nm-Wafer für den neuen Sechskern-Prozessor mit dem Codenamen »Istanbul«, der Intels Nehalem Saures geben soll. Dieser heilige Gral hoher Leistung und niedrigen Energieverbrauchs war aber nicht alles, was Carvill zu bieten hatte. Die Istanbul-Wafers würden bereits in hohen Massen aus der Fabrik ausgespuckt und man habe diesen »bis dato komplexesten Mikroprozessor der Welt« sogar schon ein ganzes Quartal vor dem vorgesehenen Termin liefern können. Auch die Chipfabrik-Konkurrenz von TSMC und UMC könne mit dieser schnellen und qualitativen Produktion nicht mithalten. Warten wir’s ab.

Zum Höhepunkt kam er gleich danach – damit keine Zeit fürs Nachhaken war? »Diese schnelle und effektive Produktion wollen wir bald auch mit der 32nm- und 28nm-Produktion durchführen«.

Die 32-Nanometer-Produktion in Dresden laufe bereits mit Test-Chips, und noch in diesem Jahr solle die Herstellung beginnen. Auf Massenproduktion könne man schon im 1. Quartal 2010 umstellen, erzählte Carvill unserer britischen Kollegin mit stolzgeschwellter Brust. Und als Sylvie die positive GloFo-Entwicklung bewunderte, zauberte Carvill noch einen kleinen 28nm-Wafer hervor.

Das hier sei der nächste strategische Schritt, denn 32nm baue man ja schon selbst in Dresden, außerdem in New York gemeinsam mit IBM – dort sogar in größeren Stückzahlen. Mit 28nm sei man nun schon in der dritten Generation der superkleinen Schaltungen mit einer optimalen Balance aus Leistung und Energieeffizienz angekommen. µ

L’Inqs:
Silvie im Gespräch in Taipei
GlobalFoundries

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