Green IT: Greenpeace steigt um – vom Schimpfen aufs Loben

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Die neue Kampagne “Cool it” will das Management von IT-Unternehmen dazu bringen, eine führende Rolle beim Aufklären anderer zu spielen.

Die Umwelt-Aktivisten wollen IT-Unternehmen nicht nur dazu bringen, ihre grünen Aktivitäten zu erweitern, sondern besser gleich eine Vorbildrolle zu spielen. Für ihre Aktivitäten bekommen Unternehmen nicht mehr nur Minuspunkte wie in der bisherigen Preisverleihung für die größten Umweltsäue, sondern einen positiven Score für ihre Bemühungen.

Die IT spiele eine wichtige Rolle beim Managen des Klimawechsels, weil sie einen so großen Anteil am Welthandel habe, erklärt Greenpeace. Aktivitäten dieser Industrie könnten die globale Schadstoff-Belastung um ganze 15 Prozent senken, schätzen die Umwelt-Aktivisten. Man erwarte von den IT-Firmen zudem wichtige Lobby-Arbeit bei der UN.

Das neue Ranking-System nennt nicht die Umweltsünder (diese Kampagne bleibt trotzdem am Leben), sondern vor allem diejenigen, die etwas tun, um die Green IT voranzubringen und zu erklären. IBM steht hier ganz oben in der Rangliste, gefolgt von Sun, Dell und Cisco. Erstaunlich: Dell, früher gerne von Greenpeace beschimpft, hat gerade in seiner Öffentlichkeitsarbeit eine umweltgerechte Kehrtwende hinter sich gebracht. Sony, Sharp und Toshiba stehen am unteren Ende der angezeigten Skala.

Wie die Punktegebung zustande kommt, hat Greenpeace nicht bekannt gegeben. Weil sie aber eher positiv als negativ ist, eckt der Verein vielleicht auch nicht mehr so damit an. µ

http://www.greenpeace.org/raw/image_full/international/photosvideos/photos/cool-it-challenge-cards.png

L’Inqs:
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