Google Wave soll Kommunikation revolutionieren

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Mails und Chats sind veraltet, meint man bei Google, und entwickelt unter dem Namen Google Wave eine neue Kommunikationsform für den Austausch im Web – nicht nur für Texte, sondern auch für Fotos und andere Inhalte und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten.

Hinter Google Wave, von dem der Suchmaschinenbetreiber jetzt eine erste Demo zeigte, stecken einige Entwickler, die bereits maßgeblich an den Google Maps mitgearbeitet hatten. Sie wollen die Kommunikation im Internet revolutionieren – stammen Mail und Chat doch aus den 60er Jahren und kopierten lediglich vorhandene, analoge Kommunikationsformen, nämlich Postweg und Telefongespräch. Seitdem seien aber interessante Ansätze wie Blogs, Wikis und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten hinzugekommen, wie es im Google Weblog heißt, die nun mit Wave verknüpft werden sollen.

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Der Nutzer kann eine Kommunikation, Wave genannt, starten und jederzeit beliebige andere Nutzer dazuholen. Dort können sie sich ähnlich wie in einem Chat austauschen, aber auch auf ältere Passagen der Kommunikation antworten – die Anmerkungen werden gleich an der richtigen Stelle angezeigt und nicht nur linear wie in einem Chat. Auch Bilder, Videos oder Ausschnitte aus den Google Maps lassen sich einbinden, die Benutzer erstellen im Prinzip gemeinsam ein umfangreiches Dokument mit unterschiedlichsten Inhalten.

Wer später hinzukommt, kann die Entwicklung einer Wave Schritt für Schritt nachvollziehen. Über Plugins soll der Funktionsumfang der Kommunikationslösung noch massiv erweitert werden, so dass sich weitere Inhalte einbinden, die Waves aber auch in Webseiten einbetten lassen. Erste Einblicke in Wave verschafft Google mit ein paar Videos. (Daniel Dubsky)