Neues GTA – Handtaschen statt Waffen?

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Grand Theft Auto wird schwul – so eine Überschrift können sich nur die Kollegen in Großbritannien mit ihrem etwas morbiderem Humor erlauben.

Der kleine Computerspiele-Hersteller Take-Two, der sich wegen der Sex-Szenen in seinem Spiel GTA schon mit diversen Moral-Aposteln anlegte und dann klein beigeben musste (damit das Computerspiel in entschärfter Version überhaupt noch verkauft werden konnte), scheint jetzt wieder eine neue Gruppe gefunden zu haben, mit der er sich balgen kann: die Homosexuellen.

Anlass für die anzügliche Ansprache des britischen Kollegen war ein US-Bericht in der New York Times über die neue Download-Version des Spiels. Die nächste Folge des Spieleklassikers soll den Untertitel »The Ballad of Gay Tony« tragen. Im Herbst soll das Spiel im Xbox-Live-Network zu haben sein.

Die Pressemitteilung zum Spiel erzähle, der Spieler arbeite als Vollzeit-Assistent für den (in dieser Parallelwelt legendären) Nightclub-Impresario Gay Tony. »Offensichtlich ist der Spieler hetero, der Boss homosexuell«, folgert Inquirer-Mann Nick Farell daraus. Wie das den Spielverlauf beeinflusse, sei noch nicht ganz sicher. Unwahrscheinlich sei, dass man in eine Drogenhöhle einbrechen müsse, um diese mit Möblierung von Ikea neu auszustatten. Die Formulierung »Take out Scarface« könnte dann aber wirklich meinen, man solle ihn nicht abknallen, sondern in eine nette Wein-Bar ausführen.

Nick meint, das Spiel solle uns nur sagen, dass auch ganz normale Menschen gleich welcher sexueller Ausrichtung ziemlich gewaltbereite und hirnlose Psychopathen »wie der Rest von uns« sein könnten. Aha. µ

L’Inqs:

New York Times-Bericht zur nächsten GTA-Folge

Inquirer UK

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