Und noch ein Mac-Klon

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Angeblich könnten ihm Apple-Anwälte gar nichts anhaben, schreibt Thom Holswerda – sein Mac-Clone entspreche den Lizenzbestimmungen. Wirklich?

Ein Computerfreak hat einen PC gebaut, der mit Apples OSX ausgestattet ist. Der PC-Freak, der dies auf seiner Website OSNews veröffentlichte, behauptet glatt, seine Lösung breche nicht die drakonischen Bestimmungen von »Jobs’ Mob’s«.
Für nur 200 Euro habe er seinen Mac gebaut, erzählt Thom Holswerda, und OSX Leopard laufe, Apple sende seine Updates als wäre es ein echter Mac. Unter der Haube ist ein Foxconn 45CSX mini-ITX Mainboard, ein Intel Atom 330 Prozessor (dual-core, 2×1,6Ghz), 945GC+ICH7-Chipsatz, GMA950-Grafikchip, Realtek-ALC662-Audiochip, RTL8100C-Ethernet-Chip, 2GByte DDR2-RAM, 160GByte SATA Festplatte und ein SATA DVD-Laufwerk. Das ist zwar nicht das schnellste System, aber ein Mac Mini für 200 Euro ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Der Trick sei ein bisschen OpenSource-Software namens “boot-132” gewesen. Dieses nutzt ein modifiziertes Darwin-Kernel, um eine normale unveränderte Mac-OSX-Leopard-Retailversion zu booten. Das breche nicht Apples Schutzmechanismen und den Digital Millenium Copyright Act (DMCA), der Psystar das Leben kostete.

Das System installiert die Mac OS-X-Softwar als handle e sich um einen Original-Mac. Holwerda betont, dass es sich nicht um eine gehackte Machine handelt, weil kein Apple-Code verändert wurde. Und dass alle OSXs auf Original-Apple-Systemen laufen müssen, ficht ihn nicht an: Die Bestimmungen würden nur sagen, dass die Hardware ein Aple-Logo aufweisen muss. Sie sagten nicht, ob es ein Original sein müsse, und eine Kopie eines Apple-Stickers habe man ja schnell besorgt.

Wir wissen nicht, ob er damit vor Gericht so durchkommt, aber wir bewundern jeden, der sich bewusst mit einer Firma anlegt, die seine Nutzer noch schlechter behandelt als »die Borg« das tun. µ

L’Inq:
OSNews

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