Iran blockiert Facebook

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Kurz vor den Juni-Wahlen hat man einfach das soziale Netz abgeschaltet – Unterstützer des Gegenkandidaten Mir Hossein Mousavi hatten sich dort schon eingerichtet, um Ahmadinejads Politik auseinanderzunehmen.

Die unabhängige iranische Nachrichtenagentur ILNA (Iranian News Agency) meldete, dass Irans Regierung den Zugang zu Facebook »abgeschnitten« habe. Der Report erklärte, dass die Website geblockt worden sei, weil die Unterstützer von Gegenkandidat Mousavi den Dienst Facebook genutzt hätten, um Ahmadinejads schärfsten Widersacher zu unterstützen.

In den Wahlen, die am 12. Juni stattfinden, ist Irans letzter Premierminister (dieses Amt war 1989 abgeschafft worden) der stärkste Gegner für den derzeitigen Regierungschef. BBC berichtet, bis zu 5000 Unterstützer fänden sich auf Mousavis Facebook-Seite.

Der Betreiber des Nahost-Blogs Informed Comment (das im Iran auch geblockt ist) erklärte, dass es klüger gewesen sei, eigene Kandidaten mit anderen Facebook-Konten ins Rennen zu schicken. Doch er sieht ein: »Autoritäre Regimes können sich nicht vorstellen, dass jeder Vorteile von friedlicher Konkurrenz hat«.

Facebook erklärte gegenüber BBC-Reportern, wie sehr man enttäuscht davon sei, im Iran geblockt zu werden. µ

L’Inqs:

Inquirer UK
Iranian News Agency
BBC-Bericht

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