Yahoo äugt auf Einkäufe und soziale Netze

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Yahoo will wieder shoppen gehen, um mit Hilfe neuer Töchter und neuer Partner auf der nächsten Welle des Social Networking mitzureiten.

Ari Balogh, neuer CIO des Suchmaschinen-»Erstlings« Yahoo habe auf dem Reuters Global Technology Summit erklärt, die Zeit sei außerordentlich gut, um einzukaufen. Soll heißen: Yahoo sieht sich auf dem Markt um, um Technologie-Player zu erwerben, die den einstigen Netzprimus in sozialen Netzen wieder präsentabler machen sollen. Namen nannte Balogh nicht, doch die Preise für Technologie-Unternehmen seien in der letzten Zeit so massiv gefallen, dass man einfach zugreifen müsse.

Man habe schon mit mehreren Firmen über Partnerschaften und »interessantere Möglichkeiten« diskutiert. Balogh ist nicht nur CIO sondern auch »executive vice president of products« bei Yahoo und garantiert, dass man in nächster Zeit Einiges von Zukäufen hören werde. Und während er gesteht, dass Google das Spiel um die Suche gewonnen habe, gäbe es in der Zukunft definitiv mehr als »10 blaue Links«. Er garantiere noch zwei oder drei Runden bei der Entwicklung von Suchmaschinen, zitiert ihn die Nachrichtenagentur.

Doch alles rund um die Suche sei jetzt eine Entscheidung der Chefin Carol Bartz, die Branchengemurmel zufolge sogar schon eine Such-Kooperation mit Microsoft-Chef Steve Ballmer besprochen habe. Hier vornedran zu sein sei wichtig, meint Balogh, doch er selbst setzt vor allem auf die Entwicklung im mobilen Bereich.

Durch eine Umstrukturierung der Sales-Aktivitäten, die Mobil in ein Gesamtpaket mit einbezog, hatte Yahoo im vorigen Quartal angeblich trotz Finanzkrise und starken Einbrüchen kleine Zuwächse in diesem Bereich zu verzeichnen. Und inhaltlich habe man für Mobilkunden so einiges auf Lager, von einem Spiel für das iPhone bis zu neuen Update-Funktionen in bestehenden Produkten.

Außerdem rede man mit vielen Drittanbietern über gemeinsame Aktivitäten. Für eine neue Generation von Social Networking müsse man noch hart arbeiten – doch dahin gehe die Reise, träumte Balogh laut. (Manfred Kohlen)

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