Oracle integriert Virtual Iron

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Und noch ein Kauf des Software-Riesen: Virtual Iron soll die Löcher in Oracles Virtualisierungs-Portfolio stopfen.

Oracle hat sich schon vergangene Woche entschlossen, die Virtual Iron Software Inc. zu kaufen.  Das Geschäft ist noch nicht abgeschlossen, diese Woche wurden noch Details verhandelt. im Sommer 2009 soll jedoch alles über die Bühne gegangen sein.

Die Produkte des Anbieters für Server-Virtualisierungs-Management sollen erlauben, Ressourcen und Kapazitäten in Rechenzentren mit virtuellen Umgebungen zu managen. Die Kombination aus der Technik des Zukaufs und die Funktionen des eigenen Oracle VM sollen zusammen wieder aufholen im Rennen um Virtualisierungs-Kunden. Oracles Produkt war im Markt kaum sichtbar, ist mehr auf Hochverfügbarkeit geeicht, hatte bislang aber noch keine Verwaltungsfunktionen. Die neue Software bietet neben der Steuerung und erwaltung zudem das momentan angesagte Energiemanagement für ganze Netze – ob virtuell oder nicht.

Die Firma Virtual Iron hat keine großen Marktanteile bei der Virtualisierung – nur 1 Prozent – doch sie bringt noch eines mit: die Domain virtualization.com und viele kleine und mittlere Kunden. Und die Großkunden von VI, darunter die US-Airforce, Toyota, Hitachi, NetApp und den NTT-Konzern, nimmt man gerne mal eben mit.

Sowohl Oracle VM als auch Virtual Iron sind auf Linux und der OpenSource-Virtualisierung von Xen aufgebaut – Virtual Iron zu integrieren sollte also kein großes Problem für Oracle darstellen. Oracle VM integriert sich bereits nahtlos mit Oracle Enterprise Manager in eine Komplettlösung, ähnlich wie dies Microsofts Virtualisierungs-Produkte und Windows Server 2008 tun. Eine Chance für Oracle, zumindest mit Microsoft gleichzuziehen. (Manfred Kohlen)

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