Technikspielzeug bedroht Fortschritte in der Energie-Effizienz

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Die Masse der stromhungrigen Gadgets würde Vieles von dem, was in letzter Zeit an Energiespartechnik entwickelt wurde, wieder zunichte machen, schreibt die International Energy Agency.

Firmen machen ihre Rechenzentren grün und sparen, was das Zeug hält. Die Privatkunden draußen scheren sich darum offenbar nicht – und auch die Hersteller der Technikspielzeuge bekleckern sich nicht mit Ruhm. Die International Energy Association analysierte die Energie-Effizienz von Consumer-Elektronik und fand dies heraus.

Unter dem Titel »Gadgets and Gigawatts« zeichnet die Energie-Agentur ein düsteres Bild. Die multinationale Gruppe projiziert die Trends in die Zukunft.

Programme wie der EnergyStar seien nicht wirklich effektiv, sondern eher Augenwischerei, die dem Konsumenten den Eindruck von energergieeffizenten Geräten vermittle. Wirklich stromsparende Hardware sei aber teurer und der Kunde habe daher keinen Kaufanreiz. Auch batteriebetriebene Gadgets zeigten sich nicht direkt in der Stromrechnung – also achte niemand darauf.

Außer in Ländern mit strikten Herstellervorgaben (wie in Deutschland) denkt keiner daran, auch die energieeffizienten Kühlschränke, Staubsauger und so weiter zu kaufen – der fast nicht sichtbare Preisunterschied bringe die Verbraucher dazu, eher billigere Geräte als energiesparende zu kaufen.

Die gute Nachricht aber, so Ars Technica, sei, dass insgesamt sowohl die Kosten als auch der Stromverbrauch der Geräte sinke. Die Schlechte: Immer mehr Elektro-Spielzeuge und Elektrogeräte wie Geschirrspüler und dergleichen brauchten auch immer mehr Energie. Bis 2030 verdreifache sich der Energieverbrauch auf 1700 Terrawattstunden. (Manfred Kohlen).

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