Markenstreit um Domainname zum iMac-Designer

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Die Kollegen von intern.de haben im Internet einen kuriosen Rechtsstreit um Domains ausgemacht, der aufdeckt, wer hinter all den bunten Apple-Designs steckt und warum Namen keine Marke sind . und daher nicht domaingeschützt.

Immer wieder finden die Kollegen Kurioses aus dem Netz, das manchmal sonst untergehen würd. Etwa den Streit um die Domains jonathan-ive.com, jonathanive.com, jony-ive.com und jonyive.com, den die Schiedsstelle WIPO nun klären musste.

Als Namensgeber für diese Domains gilt Apple-Mitarbeiter Jonathan Ives, den man wohl für das i im iMac, iBook, iPod und iPhone verantwortlich machen könne, so intern.de. Ives, Chefdesigner von Apple, überzeugte wohl Steve Jobs, von den grauen Rechnern loszukommen und arbe wie Stil ins Computerdesign zu bringen.

Der britische Designer Harry Jones machte schnellstens eine Fansite auf, um die Arbeiten von Ive aus dem Schatten von Steve Jobs zu holen. Apple genehmigte im Großen und Ganzen die Websites, nachdem Jones mit den scharfen Apple-Anwälten Kontakt hatte und Detailänderungen vornehmen musste.

Nun aber scheinen die Anwälte ganz zu übernehmen, denn wieder wollte ein Apple-Mitarbeiter die Herausgabe der Domains erpressen. Jones war die Negativ-Reaktionen auf seine Positiv-Fansite satt und verlangte 400.000 Dollar für sie – quasi als Schadensersatz für die Belästigung.

Ives Name sei keine Marke und auch nicht als solche bekannt, wies der Richter nun die Forderungen zurück. Ergebnis: Jones verkauft die Domains nicht, Ive und Apple werden wohl eine neue Gemeinschaftsmarke beantragen – und beide Seiten sind sich nicht mehr grün. (Manfred Kohlen)

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