Google-Probleme wegen falschem Routing

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14 Prozent der Google-Nutzer waren gestern schwer enttäuscht: Suchen wurden nicht durchgeführt, Mails nicht abgerufen, Anzeigen nicht ausgeliefert, eingebettete Google Maps nicht angezeigt.  Die Informationen seien versehentlich über Asien geleitet worden, erklärt ein Google-Manager.

Superpeinlich sei das, erklärt Google-Mann Urs Hölzle im Google- Blog auf gewohnt freundliche Art des Hauses. Der Grund für den Ausfall am Donnerstag-Nachmittag sei ein Routingproblem gewesen. Hölzle erklärt es den Kunden wie Kleinkindern etwa so: Stell dir vor, das Flugzeug fliegt von New York nach San Francisco und macht auf dem Weg einen ungeplanten Zwischenstopp in Hongkong.

Der Google-Stau brachte es bis in die Fernsehnachrichten und das Wall Street Journal. Letzteres hatte von seinen Lesern, oft Google-AdSense-Kunden, erfahren, dass die Anzeigenauslieferung 2 Stunden lang streikte und Google sich dafür entschuldigt hatte.

Spekulationen, das Problem habe an der Umstellung auf IPv6 gelegen, wies der Suchmaschinenkrösus auf Anfrage jedoch zurück. Die Flugzeuge flögen jetzt wieder, beendet auch Operations-Manager Hölzle seinen Beitrag – der keinesfalls erklärt, woher die Umleitung nach Asien denn kam.

Woher die Zahl der 14 Prozent Geschädigten komme, hat Google bisher auch nicht erklären können. (Manfred Kohlen)

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