Spionage-Prozess: Oracle und SAP brauchen mehr Zeit

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Oracle und SAP haben gemeinsam beantragt, den Prozess vier Monate später, im Juni 2010, beginnen zu lassen.

Oracle wirft SAP vor, die damalige US-Tochter TomorrowNow habe sich illegal Zugang zum Support-Bereich von Oracle verschafft und dort Programme und Dokumente heruntergeladen. Bei SAP bestritt man lange, von dem Datenklau gewusst zu haben, doch Oracle meint, belegen zu können, dass selbst das Top-Management der deutschen Firma informiert war. Die machte TomorrowNow 2008 schließlich dicht, nachdem die Geschäfte nicht in Schwung kamen und durch den Rechtsstreit mit Oracle zusätzliche Belastungen drohten.

Mehrere Versuche, sich außergerichtlich zu einigen, scheiterten, so dass es nun wohl zum Prozess kommt. Dessen Auftakt war für Anfang 2010 vorgesehen, doch einer Reuters-Meldung zufolge haben SAP und Oracle gemeinsam darum gebeten, den Gerichtstermin um vier Monate auf Juni 2010 zu verschieben. Die Begründung ist recht vage: man müsse noch verschiedenen Sachverhalte untersuchen, heißt es. (Daniel Dubsky)