Deutsche Musikindustrie wünscht sich Internet-Sperren für Musikpiraten

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Das französische Gesetz, nach dem Urheberrechtsverstöße mit dem Abschalten des Internet-Zugangs geahndet werden, gefällt der deutsche Musikindustrie. In Deutschland fehle der politische Wille, ein ähnliches Gesetz auf den Weg zu bringen, bemängelt man.

Auch der französische Senat hat gestern dem umstrittenen Gesetz zugestimmt, das die Internet-Sperren für Nutzer regelt, die beim Tausch von urheberrechtlich geschützen Inhalten erwischt werden. Beim ersten Verstoß gibt es noch eine Verwarnung per Mail, beim Zweiten eine per Einschreiben, bevor dann beim dritten Verstoß die Leitung für bis zu ein Jahr gekappt wird – der User aber für den Anschluss weiter zahlen soll.

»Wir würden auch lieber warnen statt abmahnen«, erklärte Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, und kritisierte, dass »es in Deutschland immer noch am politischen Willen zur Umsetzung eines ähnlichen Vorgehens« fehle. Die französische Regierung habe vorgemacht, »wie man mit dem Problem der massenhaften Urheberrechtsverletzung im Internet effizient umgehen kann.« (Daniel Dubsky)