Rezession fördert Datenklau

KarriereSicherheit

Mitarbeiter, die entlassen werden oder selbst kündigen, sind nicht nur in Krisenzeiten ein Sicherheitsrisiko. Das bestätigt jetzt eine Studie von Cyber-Ark.

Personalchefs, die in der Wirtschaftskrise Mitarbeiter entlassen müssen, sollten nicht nur darauf achten, dass diese den Büroschlüssel wieder abgeben. Nach einer aktuellen Studie von Cyber-Ark nehmen scheidende Mitarbeiter oftmals auch Firmendaten mit. Das Unternehmen hat sich auf Identity-Management und Sicherheitslösungen in Unternehmen spezialisiert.

In einer Umfrage kommt die Studie »The Global Recession and its Effect on Work Ethics« zu dem Ergebnis, dass rund 55 Prozent aller Mitarbeiter beim Verlassen ihres Arbeitgebers Daten »mitnehmen« würden. Für die Studie wurden rund 600 Angestellte in Amsterdam, London und New York befragt.

60 Prozent haben Daten entwendet
Bei einer ähnlichen Untersuchung »Jobs at Risk = Data at Risk« des Ponemon-Instituts gaben 60 Prozent der Befragten an, die in den letzten zwölf Monaten selbst gekündigt haben oder entlassen wurden, dass sie Unternehmensdaten entwendet hatten.

Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Daten, die man sich gerne auf den USB-Stick zieht, stehen logischerweise Kunden- und Kontakt-Datenbanken mit 36 Prozent. Dahinter folgen Zugangsdaten und Passwörter mit 31 Prozent. 20 Prozent nehmen auch Projektpläne und Produktinformationen ihres alten Arbeitgebers mit.

Allerdings macht die Studie keine Aussagen darüber, wie viele ehemalige Mitarbeiter die kopierten Firmeninfos tatsächlich nutzen, um ihrer alten Firma zu schaden. Häufig steckt vielleicht nur der berühmte Sammeltrieb dahinter.

Enterprise-Software verwaltet alle Passwörter
Cyber-Ark behauptet, dass die Unternehmen das Thema Datensicherheit zwar erkannt haben, aber immer noch unterschätzen.Häufig vergessen diese, dass auch IT-Administratoren Zugang zu kritischen Informationen haben und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Um sich gegen diese Risiken abzusichern, sollten Unternehmen eine Applikation installieren, die auch die Accounts der Admins verwaltet und überwacht. Logischerweise belässt es Cyber-Ark nicht mit dem Veröffentlichen der Umfrageergebnisse, sondern weist darauf hin, dass es mit Enterprise Password Vault selbst eine Lösung anbietet, die Passwörter im Netzwerk regelmäßig ändert und alle Zugriffe kontrolliert.
(Mehmet Toprak)

Weblinks
Cyber-Ark