IDC: 27 Prozent aller Software in Deutschland sind Raubkopien

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Mehr als anderthalb Milliarden Euro gehen Software-Herstellern in Deutschland durch den Einsatz von Raubkopien verloren. Weltweit beträgt der Umsatzausfall durch die illegale Nutzung von Software knapp 53 Milliarden Dollar.

Laut einer IDC-Studie im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) nimmt der Anteil raubkopierter Programme global gesehen zu. Die Piraterierate liegt derzeit bei 41 Prozent und damit drei Prozentpunkte über dem vergangenen Jahr. Für die Software-Hersteller bedeutet dies einen Umsatzausfall von 53 Milliarden Dollar. Das liegt vor allem an wachstumsstarken Ländern in Asien, wo der Anteil raubkopierter Software zunahm. In 57 von 110 untersuchten Ländern ging die Piraterierate dagegen zurück, in 37 blieb sie stabil. Dazu zählt auch Deuschland wo wie im vergangenen Jahr 27 Prozent aller Programme ohne gültige Lizenz eingesetzt werden. Der Umsatzausfall beträgt IDC zufolge 1,55 Milliarden Euro und stieg damit leicht an.

Gemeinsam mit Großbritannien belegt Deutschland weltweit den zwölften Platz in der Liste der Länder mit der geringsten Software-Piraterie. Ganz vorn landen die USA mit 20 Prozent illegal eingesetzter Software, vor Luxemburg und Japan mit jeweils 21 Prozent. (Daniel Dubsky)