Steve Ballmer: Angebliche SAP-Kaufgelüste nur ein Gerücht

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Auf die Gerüchte, die das Wall Street Journal rund um Microsofts Finanzierungsanstrengungen streute, reagierte »Affentanz«-Ballmer sofort. Der Microsoft-Chef, der gerade eine Ausbildungs-Initiative in Indien startete, wies sämtliche Spekulationen zurück.

Microsoft-Vorstand Steve Ballmer, aus seiner Zeit als Marketingleiter für seine begeisterten Affentänze rund um MS-Produkte berühmt, muss wieder einmal diesen Affentanz aufgeführt haben – jetzt in Indien und gar nicht begeistert. In Mumbai erklärte er die Worte des Wall Street Journals, Microsoft sei an SAP interessiert, zu purer Gerüchtepanscherei.

Ob man die deutsche Softwarefirma erwerben wolle, sei reine Spekulation und er werde darauf nicht mehr reagieren, schnaubte er auf einer Pressekonferenz in Mumbai – die sich eigentlich um ein Bildungsthema drehen sollte. Warum er mit so hartem Ton reagierte, könnte einen Grund haben, und nun geht die Spekulation weiter: Nach solchen Gerüchten steige in der Regel der Aktienkurs und damit der Kaufpreis eines Übernahmekandidaten, säuselten sofort die Journalisten untereinander. Und das sei nicht gut für den leicht erzürnbaren Steve.

Microsoft hatte zuvor Schuldverschreibungen ausgegeben, um ein paar Milliarden mehr einzusammeln. Da ist es nur logisch, dass hier Gerüchte um geplante Investitionen aufkommen, insbesondere, weil das Unternehmen bereits 25 Milliarden Dollar Cash im Portemonnaie liegen hat.

Das WSJ erklärte gleich seine Gerüchtequelle, um Steve zu beruhigen: Bill Whyman, Aktien-Analyst bei der ISI Group, hätte gesagt, Microsoft könnte das Zusatzgeld nutzen, um eine Firma wie SAP zu kaufen. µ

Wall Street Journal zu Steve Ballmers Dementi

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