Cloud Computing für die Massen? Mozilla veröffentlicht Beta von Prism 1.0

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Prism, vor 18 Monaten als Projekt ins Leben gerufen, soll eine Brücke zwischen gehosteter Software im Web und Desktop-Applikationen sein. Das OpenSource-Tool erlaubt es, Web-Applikationen auf dem eigenen Desktop laufen zu lassen.

Web-Applikationen, die »Prism-enabled« sind, lassen sich nun vom Nutzer vom heimischen PC (oder Mac oder Linux oder was auch immer) wie eine Desktop-Anwendung starten und nutzen. Unternehmen wie Yahoo! Zimbra, DesignLinks International und viele andere hätten ihre Web-Applikationen schon für Prism vorbereitet, heißt es im Blog der Mozilla Labs. Man sei stolz, ein derartiges Projekt nach so kurzer Zeit jetzt schon als Betaversion bereitzustellen. Tausende Nutzer hätten bereits Prism-geeignete Websites eingerichtet.
Prism 1.0 Beta mache es nun noch leichter, Web-Applikationen zu erzeugen, bereitzustellen und zu verteilen, schreibt Mozilla.

http://people.mozilla.com/~faaborg/files/prism/announcement/refracting550.png

Zu den neuen Features in Version 1.0 zählen laut Mozillas Liste: Neue API-Funktionen für Webseiten, die den Web-Anwendungen Desktop-Funktionalitäten verleihen; Funktionen zur Festlegung von Fonts, Proxy-Setting und anderen anwendungsspezifischen Einstellungen; automatische Updates zu neuen Prism-Funktionen; Ablage-Icons (also mehr als nur der Papierkorb); Bearbeitung lokal gespeicherter Daten; vollständiger Support für Apple-OS-x-10.4-Funktionen; Unterstützung für »SSL exceptions« und Vieles mehr.

Mehr über Prism und seine Funktionen erfahre man auf der Prism-Website, heißt es im Blog des Entwicklerteams. Und obwohl Mozillas Programm zwar ähnlich ist, doch die Sache ganz anders angeht als Microsoft, höre ich jetzt schon das Gesäusel im Netz: »Wer braucht da noch ein Cloud-Betriebssytem wie Microsoft Azure?« µ

Mozilla Labs über Prism 1.0
Das Prism-Projekt

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