Alles was Sie über den Release Candidate wissen müssen
Windows 7 RC: Ausprobieren, informieren, testen und umsteigen

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Seit einigen Stunden ist der Release Candidate des neuen Microsoft-Betriebssystems nun zu haben. Wer noch keinen Blick auf Windows 7 geworfen hat, kann es spätestens jetzt tun. Der Download ist natürlich wie immer gratis.

Download und Systemvoraussetzungen

Abonnenten von MSDN und TechNet konnten den Windows 7 Release Candidate bereits seit einigen Tagen herunterladen. Jetzt ist er auch für die Allgemeinheit verfügbar. Bei dem Release Candidate (oft auch einfach nur RC genannt) handelt es sich in der Regel um eine sehr fortgeschrittene Version einer Anwendung, bei der alle neuen Features an Bord sind – also kurz vor dem Release.

Um das Betriebssystem einwandfrei nutzen zu können, sollte ihr Rechner bestimmte Voraussetzungen erfüllen: 1-GHz-CPU sowie 1 GByte RAM und 16 GByte Platz auf der Festplatte für die 32-Bit-Version von Windows 7 beziehungsweise 2 GByte RAM und 20 GByte Plattenplatz für die 64-Bit-Version. Falls Sie in ihrem PC mehr als 3 GByte Arbeitsspeicher verwenden, sollten Sie sich in jedem Fall für die 64-Bit-Version entscheiden, da der RAM sonst nicht vollständig ausgelastet werden kann.

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Der RC1 des neuen Betriebssystems lässt sich kostenlos herunterladen. Alles was dazu nötig ist, ist ein Windows Live Account. Schon kann es losgehen: Einen passenden Lizenzschlüssel erhalten die experimentierfreudigen User beim Download des Betriebssystems automatisch. Ein solcher wird benötigt, um das neue Windows länger als 30 Tage auszuprobieren. Der Key gilt ein ganzes Jahr lang. Wenn die Download-Server gerade ausgelastet sind, was die nächsten Tage zweifelsfrei der Fall sein wird – keine Angst. Microsoft gibt sich diesmal großzügig und schränkt nicht die Anzahl der Lizenzen ein, wie aus der Vergangenheit bekannt. Auch ist der Download noch mindesten bis Ende Juli verfügbar.

Ganz so großzügig gibt sich Microsoft aber nicht in allen Punkten. Der Release Candidate hat nämlich einen Haken: Ab dem ersten März 2010 möchte Microsoft alle Windows-7-User dazu bewegen, auf das finale Produkt umzusteigen. Dazu benutzt der Softwaregigant einen Trick: Der Rechner fährt alle zwei Stunden herunter und weist den Nutzer so darauf hin, endlich die fertige Windows-7-Version zu benutzen. Bis zum März lässt sich der RC1 allerdings ohne Einschränkungen nutzen.

Falls Sie nur ein wenig mit dem neuen Betriebssystem experimentieren wollen, sollten Sie dieses in einer virtuellen Maschine installieren. Wie das geht, entnehmen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.


Neu in Windows 7

Eine virtuelle Maschine ist übrigens eines der neuen Features von Windows 7: Sie nennt sich XP-Modus und dient dazu Programme die für Windows XP entwickelt wurden problemlos in dem neuen Betriebssystem laufen zu lassen. Diese Funktion benötigt jedoch einen separaten Download, der im Laufe des Tages von Microsoft bereitgestellt wird.

Ebenfalls neu in Windows 7 ist die Startleiste, die sich jetzt »Superbar« nennt. Diese ist nun komplett durchsichtig. Programme lassen sich in der Superbar festpinnen. Eine laufende Anwendung kann in der Leiste gespeichert werden und steht so sofort zum Abruf bereit. Auch haben sämtliche ausgeführten Applikationen ein Kontextmenü. Eine Netzwerktechnologie namens Homegroup hilft bei der Vernetzung von mehreren Rechnern. Falls es sich um ein Funknetzwerk handelt, reicht es aus, in Reichweite des WLANs zu kommen, um sich einzuwählen. Ist der Rechner ersteinmal Teil der Homegroup, kann er die gemeinsamen Ressourcen nutzen. Auch eine Neuerung ist »Device Stage«. Es handelt sich dabei um eine Peripherieverwaltung. Sämtliche extern angeschlossenen Geräte lassen sich so schnell und übersichtlich kontrollieren.

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Besonders was die Performance angeht, hat Microsoft in Windows 7 einen großen Schritt gegenüber Vista getan. Das neue System ist bei Weitem nicht so ressourcenhungrig wie sein Vorgänger. Das kommt vor allem schwachbrüstigen Systemen zugute. Um das neue OS auch richtig nutzen zu können, sollten Sie die aktuellen Treiber verwenden. Vor allem Grafikkarten und Chipsätze werden durch falsche Treiber oft massiv ausgebremst.
Falls Sie Besitzer einer Nvidia-Karte sind können Sie auf der Hersteller-Webseite passende Windows-7-Treiber herunterladen. Auch ATI-Karten sind bereits mit dem neuen OS kompatibel. Passende Treiber finden Sie hier. Sie sollten bei der Gelegenheit auch die passenden Intel– oder AMD-Chipsatz-Driver aufspielen.

Falls Sie beim Experimentieren mit dem neuen Betriebssystem auf Schwierigkeiten stoßen sollten, fühlen Sie sich herzlich eingeladen ihr Problem in unserem Forum zu schildern.